Eine Frage der Mentalität

Zur Anziehungskraft der Stadt

Spätestens seit der großen Landflucht im 19. Jahrhundert, der Industriellen Revolution und dem Elend der Arbeiter betrachten wir Großstädte eher skeptisch. Wir verbinden damit Anonymität und Einsamkeit als auch Verschmutzung und Enge. In der Masse der Menschen lässt sich zuweilen sehr bindungslos ein- und untertauchen.

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5 Wege, ein bleibendes Vermächtnis zu hinterlassen

Grosszügiges Geben wirkt Wunder

Es waren drei Schwestern – drei Tanten von mir. Zwei davon hatten durch ihre Ehemänner einen eigenen Betrieb. Je reicher die eine war, desto mehr lernte ich Verantwortung und Arbeiten, um mit Fleiß mein eigenes Geld zu verdienen. Die dritte Tante, die als Kriegerwitwe ihren Sohn allein groß zog, später halbseitig gelähmt war und mit Hilfe der Familie und staatlicher Fürsorge lebte, sie lehrte mich Großzügigkeit. Sie gab uns Kindern immer, auch wenn sie selbst nicht viel hatte, was wir damals ja nicht wussten. Dort verbrachten wir die glücklichsten Stunden während den Ferien. Sie freute sich selbst, wenn sie uns eine Freude machen konnte. Dankbar für mein reiches charakterliches Familienerbe bin ich in all meiner Arbeitsethik und meinem Unternehmergeist immer wieder an diese Tante erinnert.

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Mit Emotionen zum wirtschaftlichen Höhenflug

Wenn das Menschliche wieder Wert bekommt

Wirtschaft und Emotionen scheinen sich konträr gegenüber zu stehen. Während Künstler das Ende der rationalen „Moderne“ bereits in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts angesagt haben, war der Wirtschaftsbereich bisher von Zahlen und Fakten geleitet. Sicherlich war das Marketing darin eine Ausnahme, denn Werbung wurde bereits in den letzten Jahrzehnten immer emotionaler und sinnlicher.

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Ein Heer von Helfern

Gemeinsam macht das Leben mehr Spass

Was ist bisher dein größter Erfolg im Leben? Hast du ihn allein hervorgebracht? Die meisten Menschen beantworten diese letzte Frage mit einem Nein. Tatsächlich sind alle bezeichnenden Erfolge in der Geschichte das Ergebnis von Teamwork. Selten sind es einzelne Helden. Wenn wir nur die leitenden Köpfe sehen, sollten wir hinter die Kulissen schauen, um dort ein ganzes Heer zu finden, die dieser einen Person zuarbeiten und große Dinge möglich machen.

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Kindisch sein nützt unseren Kindern nicht

Wenn alle auf jung machen, braucht es echte Erwachsene

Vor dreißig Jahren hatte ich in Soziologie ein Seminar belegt und im Team eine Arbeit über Jugendkultur geschrieben. Damals war sehr klar: dies ist eine sogenannte Subkultur, was so viel hiess wie: sie ist der ganzen Kultur untergeordnet und eben „nur“ ein Teil davon. Allerdings war schon damals die Rede darüber, dass diese Kultur mehr und mehr auch die anderen Altersgruppierungen prägen wird. Drei Jahrzehnte später sehen und spüren wir das Resultat davon. Sie nannten es Juventilismus, wenn alle jung bleiben wollen und die Jugend so stark verherrlicht wird. Allerdings hat damit das Erwachsensein an Aura und Autorität verloren. Wenn wir jung bleiben wollen, dann denken wir meistens an Mode, Aussehen, Sportlichkeit und Sonnenschein. Jeder Sommer verkörpert das auf seine Art. Was wir jedoch selten bedenken, ist die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche meistens einer gewissen Reife ermangeln: Ihr Verantwortungsbewusstsein, ihr Mitdenken für das Ganze und die Welt, ihr Einordnen in die Gesellschaft und Arbeitswelt sind erst noch dabei, sich zu entwickeln.

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Mein Glaube gibt mir Frieden

Suchen und Forschen nachdem, was Halt gibt

Alle Menschen glauben an irgendetwas. Wirkliche Skeptiker treffe ich selten an. Wenn Menschen skeptisch sind, dann sind sie es meistens gegenüber kirchlichen Institutionen. Das zeigt sich statistisch an all den Kirchenaustritten aus den großen Kirchen.

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Was tun, wenn die Fliehkräfte grösser sind

Auf der Suche nach dem gemeinsamen Nenner

An architecture of participation. Opensource.com/CC BY-SA 2.0

Es liegt in der Natur von Führung, unterschiedliche Gedanken und Ideen als auch verschiedene Persönlichkeiten zu einem Ganzen zusammenzufügen, um ein Ziel zu erreichen. In einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft mit immer größerer Individualisierung gleicht dieses Unterfangen der Akrobatik auf dem Hochseil. Es ist eine hohe Kunst.

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Cash zu haben ist kein Lotteriespiel

Schaffe dir neuen Spielraum im Leben

Mein erstes Zimmer im StudentInnen-Wohnheim hatte zehn Quadratmeter, ein schmaler Schlauch mit Bett, Schreibtisch und einem begehbaren Schrank. Irgendwann kam ein Bücherregal hinzu. Aber tatsächlich genügte fünf Jahre lang ein normaler PKW, um mein Hab und Gut umzuziehen. Ich machte mir nicht sehr viel aus Geld. Alles, was ich in meinen Nebenjobs verdiente, war für den Lebensunterhalt nötig. Der Erzählung vom „armen Studenten“ machte ich alle Ehre. Das prägte mich fürs Leben. Erst kürzlich kam eine Bekannte in meine Wohnung und während wir uns unterhielten, hielt sie inne, sah sich um und meinte. „Naja, das ist hier ja alles eher minimalistisch eingerichtet.“

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Wie entsteht gutes Leben?

Gedanken zur aktuellen Debatte über das Streben nach Glück

Die Angebote am Zeitschriftenstand überbieten sich gegenseitig: Das Glück liegt in der Luft. Mit der richtigen Technik ist es in Reichweite. Die Sehnsucht zu blühen und zu wachsen ist uns Menschen in die Wiege gelegt. In unserer heutigen Gesellschaft, da die meisten Grundbedürfnisse gedeckt sind, blüht auch der „Glücksmarkt“. Allerdings stelle ich fest, dass es sich vorwiegend um die guten Gefühle dreht. Flourish heißt das Buch von Martin Seligman und betrachtet dabei den psychologischen Aspekt, wie ich mich gut fühlen kann.

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8 Tipps für mehr Spannkraft bei der Arbeit

Entschließe dich HEUTE

Mit zehn Jahren durfte ich beginnen Klavier spielen zu lernen. Total eifrig übte ich meine ersten Töne. Mozart war mein Vorbild – das Wunderkind. Vielleicht wäre ich auch eines … Dieser Traum hat sich allerdings bald einmal zerschlagen. Die Stücke wurden immer länger, das Notenlesen komplexer und schwieriger. Aber in meiner Familie hieß es immer: „Was man anfängt, das wird zu Ende gebracht.“ Das bedeutete, ich würde sicherlich nicht nach kurzer Zeit das Instrument wechseln oder gar aufhören bevor ich die Schule verlassen würde. Mein Vater bedauert noch heute, dass er mit 16 Jahren nicht mehr in den Klavierunterricht durfte. Es gab also kein entkommen. Das hieß dann neun jahrelang jede Woche in die Klavierstunde – Schulferien ausgenommen. Der Lehrer war bereits ein alter Mann und ein sehr guter Pädagoge. Ein konstanter und treuer Begleiter durch meine Teenagerjahre. Heute bin ich dankbar, dass ich auf diese Art und Weise gelernt habe, etwas durchzuziehen, Zeit zu investieren, um besser zu werden. Denn, ein Wunderkind wie Mozart war ich wirklich nicht. Ich nehme an, dass diese grundsätzliche Entschlossenheit meiner Eltern eine gewisse Spannkraft in mir hervorgebracht hat; durchbeißen und durchhalten, auch wenn es nicht so Spaß macht.

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