Fünf Schlüsselelemente für ein glorreiches Finale

In der Mitte des Lebens von den Älteren lernen

Finale
Old couple. kayugee/CC BY-ND 2.0

Der große Unterschied von meiner auf die jüngere Generation ist die, dass die jüngere sich fragt, was mache ich in den nächsten zwei Jahren, meine Generation sucht nach Wegen für die nächsten 20 Jahre. Wie sieht die zweite Hälfte des Lebens wirklich aus? Ich selbst war in diesem Jahr öfters mit Freunden der Generation über mir im Gespräch. Das hat mich total glücklich gemacht. Irgendwie kennen wir die Macken unserer Eltern. Wir scheinen zu wissen, wie ihre Generation aufwuchs, welche Schmerzen sie erlitten haben, durch welche Krisen sie gingen. Vor längerer Zeit habe ich begonnen meine Eltern mit einer Frage im Hinterkopf zu besuchen: Meistens habe ich sie nicht wirklich gestellt, sondern eher im Gespräch versucht herauszufinden, wie war das damals. Das reichte dann von den anfänglichen 12 % Schuldzinsen auf dem neugekauften Haus in den Siebzigerjahren bis hin zur Pflege der Großmutter in den Neunzigern und welche emotionale Kraft das forderte. Ich lernte eine Menge.

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Ist das die Mitte des Lebens?

5 Indikatoren für die Halbzeit

Paddeln für die 2. Halbzeit. Campus of Excellence/CC BY-ND 2.0

Seit längerem recherchiere ich, was es mit der Mitte des Lebens auf sich hat. Nicht nur, weil ich mich (anscheinend) selbst darin befinde, sondern auch, weil in meinem näheren Beziehungsumfeld, die Menschen plötzlich an körperlichen und seelischen Gebrechen leiden und damit sehr viele Fragen entstehen.

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Langfristig gewinnen die Geduldigen

Erfolgreich ist, wer warten kann

Trondheim Angeln. Manu el Loco/CC BY-SA 2.0

Es ist ein seltsames Paradox. Da bewundern wir Menschen, die lange auf ein wichtiges Ereignis warten können, uns selbst werden dabei schon die fünf Minuten lang, die wir am Morgen auf den Bus warten.

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Die Magie des Sommers

Vom Zauber einer Zwischenzeit

siesta. sicknotepix/CC BY-ND 2.0

Endlich am Abend noch draußen sitzen, etwas trinken und sich mit guten Freunden unterhalten. Wärme, Zeit und ein langsameres Tempo lassen den Zauber einer ganz normalen Jahreszeit zum Vorschein bringen. Nicht umsonst wollen so viele Menschen bei uns „den Sommer verlängern“, um diese Magie auszukosten.

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Die Spannkraft erneuern – aber wie?

Wie wir in der jungen Generation Resilienz fördern können

IMG_0655. nym/CC BY 2.0

Kurz vor dem Urlaub. Der Bogen ist überspannt. Draußen ist es heiß. Der Geduldsfaden kurz. Das Leben wird anstrengend. Eine tiefere Müdigkeit quält uns. Noch diese Woche, dann ist Urlaub!

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Humor tut gut

Wie wir Zufriedenheit nicht dem Zufall überlassen dürfen

Blijburg. Jako Jellema/CC BY 2.0

Vor ein paar Wochen ging es mir nicht so gut. Belastungen im Alltag häuften sich bis ins fast Unerträgliche. Irgendwie sah ich aus dem Knäuel von Problemen nicht mehr hinaus. Ich beobachtete mich selbst sogar wie ich immer passiver, introvertierter und trauriger wurde. „Was ist nur los?“, dachte ich. Am Telefon mit meinen Geschwistern Hunderte von Kilometern entfernt hörte ich, wie sie in ihrem Umfeld „auch“ ganz viele Leute hätten, die etwas „verstimmt“ wären. Ja, das schränkt zuweilen sogar die Arbeitsfähigkeit ein; dann geht nur noch zwei oder drei Stunden am Tag arbeiten.

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Was macht uns den Kopf frei?

Pilgern als Urlaubsform – drei Phasen einer Auszeit

Was macht uns den Kopf frei? Pfarrei St. Bonifatius Berlin/CC BY 2.0

Die Saison hat begonnen. Wer nicht an die Schulferien gebunden ist, kann bereits im Frühjahr in den Urlaub fahren. Aber wohin? Und was machen? Irgendwann kennen wir die Welt, vor allem wenn wir schon früh mit den Eltern begonnen haben, sie zu bereisen. Und mit all den Dokumentationssendungen im Fernsehen haben wir sowieso das Gefühl, wir kennen die anderen Kontinente, ohne selbst dort gewesen zu sein. Manchmal sind wir geschäftlich unterwegs und haben dann das Gefühl, sicher nicht in ein fremdes Land reisen zu wollen.

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Zurück zum Papier!

Die Rache des Analogen

Vinyl
Vinyl. Steve Snodgrass/CC BY 2.0

Wenn wir uns doch schon in der Fastenzeit befinden und selbst DIE GRÜNEN in Deutschland sich für ein „Auto fasten“ bis Ostern ausgesprochen haben, dann möchte ich mich heute der digitalen Welt widmen. Besser gesagt, dem neuen Trend, dass Papier wieder in ist. In meinem Buch „Retro ist In. Leben in einer globalen Welt“ hatte ich bereits geschrieben, dass Menschen Halt suchen, ein Zuhause. Zudem ist der Mensch nicht ausschließlich dafür gemacht, sich in virtuellen Welten herumzutummeln. Und jetzt ist auch noch ein Buch herausgekommen „The Revenge of Analog“ von David Sax – Die Rache des Analogen: Warum wir uns nach realen Dingen sehnen.

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Weniger arbeiten, mehr schlafen

Fünf Einsichten, die für ein ausgeschlafeneres Leben sprechen

Katze am Schlafen
Cat on bed. J. Triepke/CC BY 2.0

Normalerweise gelten wir als die Helden, wenn wir bis spät arbeiten, keine genügende Mittagspause einlegen. Nicht zuletzt lächeln wir nördlich der Alpen immer über jene Völker im Süden, die eine Siesta etabliert haben. Als ich während meiner Studienzeit ein Praktikum bei italienischen Ausländerseelsorgern in einer deutschen Industriestadt absolvierte, staunte ich nicht schlecht: Nach dem Mittagessen wurde sogar der Raum verdunkelt, indem die Ruhe stattfand! Erst recht kam es mir ewig lange vor – gegen 16 Uhr krochen meine Chefs wieder in ihr Büro, um weiterzuarbeiten. Zugegeben, die Arbeitszeiten waren verschoben. Samstags, Sonntags und meistens am Abend waren wir als Team bei den Ausländerfamilien unterwegs zu Pastoralbesuchen. Aber ich muss zugeben: Dieser Lebensstil fand in meinem Innern Resonanz. Schon früher zu Schulzeiten hatte ich Lernkurven studiert und versucht, meine „Hochs“ und „Tiefs“ zu optimieren.

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„Und wie sagst du?“

Wenn alles selbstverständlich wird

Danke 102/365. Dennis Skley/CC BY-ND 2.0

Schon früh in meinem Leben wurde ich angehalten, dankbar zu sein. Als Kind habe ich diese Ermahnungen gar nicht geliebt. Da gibt der Metzger einen Wurstzipfel und die Mutter steht daneben und sagt: „und wie sagst du?“ – „danke“ – oh, nein, ich hatte es schon wieder vergessen…

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