Lassen sich Trennung, Tod und Trauer transformieren? (Teil 2)

Hoffnungsgedanken im Monat November

Im ersten Teil dieses Blogs habe ich den Vorschlag gemacht, sterben im Plural zu sagen: Wir sterben. Eine hoffnungsvolle Sicht auf den Tod können wir nur entwickeln, wenn wir ihn nicht als Sinnvernichter ansehen, sondern als Sinnstifter par excellence.

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Lassen sich Trennung, Tod und Trauer transformieren? (Teil 1)

Hoffnungsgedanken im Monat November

Von klein an, bin ich mit dem Friedhof aufgewachsen. Weil mein Vater der jüngste von vielen Geschwister ist, kannte ich meine Grosseltern nicht – sie waren vor meiner Geburt gestorben. Aber die ganze Sippe traf sich einmal im Jahr zum Totengedenken – und zum Feiern und sich Wiedersehen. Endlos war die Diskussion über die Grabpflege am Familientisch. Im Sommer wurden wir als Kinder öfters zum Blumengiessen an das Familiengrab geschickt. Irgendwie gehörte der Friedhof immer zu meinem Leben.

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Eine Frage der Mentalität

Zur Anziehungskraft der Stadt

Spätestens seit der großen Landflucht im 19. Jahrhundert, der Industriellen Revolution und dem Elend der Arbeiter betrachten wir Großstädte eher skeptisch. Wir verbinden damit Anonymität und Einsamkeit als auch Verschmutzung und Enge. In der Masse der Menschen lässt sich zuweilen sehr bindungslos ein- und untertauchen.

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Mein Glaube gibt mir Frieden

Suchen und Forschen nachdem, was Halt gibt

Alle Menschen glauben an irgendetwas. Wirkliche Skeptiker treffe ich selten an. Wenn Menschen skeptisch sind, dann sind sie es meistens gegenüber kirchlichen Institutionen. Das zeigt sich statistisch an all den Kirchenaustritten aus den großen Kirchen.

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Wie entsteht gutes Leben?

Gedanken zur aktuellen Debatte über das Streben nach Glück

Die Angebote am Zeitschriftenstand überbieten sich gegenseitig: Das Glück liegt in der Luft. Mit der richtigen Technik ist es in Reichweite. Die Sehnsucht zu blühen und zu wachsen ist uns Menschen in die Wiege gelegt. In unserer heutigen Gesellschaft, da die meisten Grundbedürfnisse gedeckt sind, blüht auch der „Glücksmarkt“. Allerdings stelle ich fest, dass es sich vorwiegend um die guten Gefühle dreht. Flourish heißt das Buch von Martin Seligman und betrachtet dabei den psychologischen Aspekt, wie ich mich gut fühlen kann.

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Gutes tun – aber wie?

Zwischen effektivem Altruismus und lokalem Engagement

Weihnachten ist vorbei – und Weihnachten kommt wieder. Das gilt vor allem für all die Hilfswerke, die dann besondere Aktionen lancieren, die uns zum Spenden für einen guten Zweck motivieren sollen. In unseren Breitengraden hat sich das Teilen und Gutes tun seit Jahrhunderten eingebürgert.

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Wie weit bist du bereit zu gehen?

Teste deine Grenzen!

Flying Durchman
Flying Dutchman. Hartwig HKD/CC BY-ND 2.0

Wir kennen alle die Umfrage, die mit über 90-jährigen Menschen gemacht wurde, in der sie gefragt wurden, was sie anders machen würden, wenn sie noch einmal jung wären. Die Mehrheit hatte geantwortet: Mehr Risiko eingehen.

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Der neue Sozialismus

Wenn teilen multiplizieren ist

CreditScoreGeek.com/CC BY 2.0

In meiner Jugend war Teilen ein sehr ethischer Begriff, der zuweilen auch ein schlechtes Gewissen hervorrief, vor allem, wenn ich meine Schokolade nicht mit meinen Schwestern teilte. Früher hieß teilen, den eigenen Besitz zu halbieren und einen Teil wegzugeben. Es bedeutet, dass ich mich von etwas trennen muss und es nachher nicht mehr besitze. Heute reden die Menschen von Teilen und meinen das Weitergeben von Tipps und guten Ideen auf dem Internet. Eigentlich ist das nicht teilen, sondern multiplizieren. Aber wenn wir etwas teilen, dann fühlen wir uns besser. Immerhin gebe ich eine persönliche Präferenz und Meinung weiter. Ich tue etwas Gutes!

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Das Softeis und sein Geheimnis

Auf dem Weg, Mehrwert zu schöpfen

Softeis an der Malakoff Terrasse. Pierre Wolfer/CC BY-ND 2.0

An wie vielen Softeisständen bist du diesen Sommer vorbei gegangen? Sie gehören zu jedem Fest und meistens stehen Familien mit Kindern Schlange davor. Das Geheimnis vom Softeis ist nicht, dass es besseres Eis wäre. Wahrscheinlich auch nicht, dass es grösser erscheint. Ich nehme an, dass es die Maschine ist, aus der es fließt. Dieser Mechanismus gibt das Gefühl von Überfluss. Das Eis wird nicht aus einer Box in eine Kugel geformt und irgendwann ist die Box leer. Nein, aus der Maschine fließt das Eis scheinbar endlos. Zudem ist die Auswahl begrenzt, was die Entscheidung ungemein erleichtert.

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Wenn wir nichts mehr besitzen und doch alles haben

Das geteilte Leben des Minimalisten

Bike Sharing
CATANIA AL VIA IL PROGETTO BIKE SHARIN. Ciclismo Italia/CC BY 2.0

Unsere Konsumgesellschaft hat den Zenit überschritten. Eine große Schar hat sich den Minimalismus auf die Fahnen geschrieben. Da gibt es die Herausforderung mit nur 100 Dingen im Haushalt auszukommen. Es ist immer die Frage, wie viel brauche ich wirklich im Leben? Gehen wir auf Reisen, müssen 20 Kilogramm auch genügen – und meistens tut es das ja auch – außer man fährt mit dem Auto in den Urlaub. Dann wollen die Taschen und Tüten fast nicht enden.

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